Sportlerin im Interview

Franziska van Almsick verrät: "Es war schon ganz schön viel"

31.08.2025 von SWYRL

In der ARD-Doku "Being Franziska van Almsick" blickt die Schwimm-Ikone zurück auf ihre Karriere. Im Interview mit der Agentur teleschau spricht sie offen über ihr jüngeres Ich.

Franziska van Almsick wird zur Zuschauerin ihres eigenen Lebens - und das mit all den Höhen, Tiefen und Gänsehautmomenten. In der dreiteiligen ARD-Doku "Being Franziska van Almsick" (ab Donnerstag, 4. September, in der ARD Mediathek, ab Dienstag, 9. September, im Ersten) blickt die Schwimm-Ikone zurück auf die entscheidenden Momente und wichtigsten Lebensphasen. Im Interview mit der Agentur teleschau spricht sie offen darüber, wie es ist, dem eigenen jüngeren Ich auf diese Weise zu begegnen.

Mit heute 47 Jahren entdeckt sie in der damals blutjungen Franzi eine Stärke: "Ich finde mein jüngeres Ich relativ entspannt, das sieht man auch in der Doku. Ich war sehr reflektiert, ganz ruhig und gelassen. Darüber bin ich froh."

Wer glaubt, hier würde eine Sportlerin alte Wunden aufreißen, liegt ohnehin falsch. Van Almsick stellt klar: Sie habe dieses Format nicht gemacht, "um Dinge aufzuarbeiten." Ganz im Gegenteil. Sie betont, wie gelassen sie heute auf ihre eigene Geschichte blickt - mit einer Reife, die sie selbst überrascht: "Diese Reflektiertheit hat sich über die Jahre entwickelt, und sie hat mir geholfen, alles einzuordnen, ohne es neu bewerten zu müssen."

Abonniere doch jetzt unseren Newsletter.

Abonniere doch jetzt unseren Newsletter
Mit Anklicken des Anmeldebuttons willige ich ein, dass mir die teleschau GmbH den von mir ausgewählten Newsletter per E-Mail zusenden darf. Ich habe die Datenschutzerklärung gelesen und kann den Newsletter jederzeit kostenlos abbestellen.

"Es war Zeit zu gehen"

Auch mit Blick auf ihre Karriere zieht sie eine klare Bilanz - ohne Bitterkeit, ohne Wehmut: Sie war und ist "fein" mit ihrer Laufbahn, sagt Franziska van Almsick im teleschau-Gespräch: "Meine Karriere habe ich selbstbestimmt beendet, und ich habe sie nicht unglücklich beendet." Und obwohl nicht jeder Traum Wirklichkeit wurde - insbesondere der Olympiasieg blieb ihr verwehrt -, sei sie bei sich geblieben: "Ich habe zwar nicht erreicht, was ich wollte - aber es war Zeit, zu gehen. Es gibt nichts, was ich bereue. Nichts, das ich irgendwie hätte anders machen können oder sollen."

"Das war mir nicht so bewusst"

Doch ganz ohne Bruchstellen kommt der Blick zurück dann doch nicht aus. Vor allem das enorme Trainingspensum ihrer Jugend sieht sie heute kritischer: "Es war schon ganz schön viel." Als Mutter zweier Kinder wirkt sie nachdenklich: Wenn ihre Kinder "so ein Pensum hätten", wüsste sie nicht, ob sie "das als Mutter gut fände". Im Interview betont sie: "Das hat mich schon ein bisschen überrascht und war mir ehrlich gesagt nicht so bewusst."

Am Ende zeigt die Doku nicht nur eine Sportlerin, die Deutschland in den 90-ern verzauberte, sondern auch die Frau, die gelernt hat, mit liebevoller Distanz auf ihr Leben zu schauen. Eine Frau, die damals Millionen Menschen begeisterte und heute vor allem sich selbst neu versteht und zugleich mit sich im Reinen ist.

Das könnte dir auch gefallen


Trending auf SWYRL