Das wussten Sie noch nicht

Kaffee: 10 Fun Facts um die populäre Bohne

26.02.2026 von SWYRL/Petra Esselmann

Sein Image wird immer noch besser, die Zubereitung immer noch extravaganter: Kaffee bleibt auch über 1.000 Jahre nach seiner Entdeckung ein Quell faszinierender Erkenntnisse und Einfälle.

Die Zeiten, in denen Kaffeehäuser als konspirative Treffpunkte ruchloser Gestalten verboten wurden, sind lange vorbei. Die Warnungen vor gesundheitlichen Schäden durch Kaffee-Konsum wurden fast vollständig abgelöst von immer neuen Erkenntnissen über die wohltuenden Effekte des Getränks auf den Organismus. Dabei ist die Forschung bei der besonderen Bohne (die eigentlich ein Kern ist) noch lange nicht am Ende. Und alle paar Jahre kommt wieder jemand auf eine abgefahrene Idee, wie sie sich noch besonderer machen lässt ...

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1. Kaffee löste Bier als Frühstücksgetränk ab

Ab dem 17. Jahrhundert begann der Kaffee, allmählich ein bis dahin gängiges Frühstücksgetränk abzulösen: Bier (durch den Brauprozess war es ein sichereres Lebensmittel als das häufig verkeimte Wasser). Bei den Deutschen ist Kaffee das beliebteste Heißgetränk. Im Schnitt lassen wir uns etwa 164 Liter pro Person jährlich schmecken.

2. Die Niederländer trinken am meisten Kaffee

Noch größere Kaffee-Fans leben im Norden. Doch beim letzten Länder-Ranking wurden Finnland und Schweden von ihren ersten Plätzen verdrängt. Die holten sich die Niederlande und Luxemburg, wo über elf Kilo Kaffee durchschnittlich pro Einwohner im Jahr verbraucht wurden.

3. Kaffee hält gesund

Den Ruf als Gesundheits-Gefährder ist Kaffee weitgehend los. Umgekehrt werden immer wieder neue positive Wirkungsweisen auf den menschlichen Körper entdeckt. Einer aktuellen britischen Studie zufolge soll Kaffeekonsum zum Beispiel chronischen Erkrankungen der Leber vorbeugen können. Als ideale Menge diesbezüglich gelten drei bis vier Tassen am Tag. Der Koffeingehalt ist dabei unerheblich.

Abgesehen vom Geschmack schätzen wir Kaffee vor allem wegen des Koffeins als Muntermacher. Die Super-Zutat Koffein verhindert nicht nur Müdigkeits-Gefühle, sie kann auch leichte Kopf- und andere Schmerzen geringeren Ausmaßes vertreiben. Doch in jeder kleinen Bohne steckt noch so viel mehr, das gut für uns sein kann: Eiweiß-, Mineral- und Aromastoffe, Alkaloide, Öle und Säuren. Wer regelmäßig und in Maßen Kaffee genießt, kann dadurch unter anderem das eigene Risiko verringern, an Gefäßleiden, Demenz oder Diabetes Typ 2 zu erkranken.

4. Kaffee macht schön

Kaffee macht gesünder, leistungsfähiger und sogar schöner: Den Antioxidantien, die auch im Kaffee stecken, wird eine Anit-Aging-Wirkung zugeschrieben. Für die Schönheit kann man sogar noch mehr tun, als Kaffee als Getränk zu genießen: nämlich den übrigen Kaffeesatz als Gesichts-Peeling zweitverwerten.

5. Gerüche neutralisieren

Auch atmosphärisch kann Kaffee einiges ausrichten, und dafür muss er noch nicht einmal getrunken werden: Der Duft der gemahlenen oder auch ganzen Bohnen kann unangenehme Gerüche verdrängen, etwa im Schuhschrank.

6. Samen statt Bohne

Zwar ist die Rede von der Kaffee-Bohne, genau genommen handelt es sich dabei aber um einen Samen: Es ist der Kern der Kaffeekirsche. Die meisten Früchte haben sogar zwei davon.

7. Kaffee dank Ziegen

Wie wurde das segensreiche Getränk der Menschheit eigentlich zugänglich gemacht? Möglicherweise dank eines Tieres: Laut Überlieferung machte ein Ziegenhirte im Äthiopien des 9. Jahrhunderts die Beobachtung, dass seine Tiere sich nach der Verkostung von Kaffeekirschen irgendwie aufgedreht benahmen. Ein Mönch soll daraufhin mit Kaffee experimentiert und ihn als Getränk entdeckt haben.

8. Bienen fliegen auf Kaffee

Nicht nur die historischen Ziegen fanden wohl Gefallen an der koffeinhaltigen Pflanze. Wie in Großbritannien erforscht wurde, hegen auch Bienen eine Vorliebe für Blüten, die ihnen diesen Stoff zu bieten haben - auch wenn der Nektar von eher durchschnittlicher Qualität sein mag.

9. Luxuskaffee aus der Katze

Kaffeekirschen stehen auch auf dem Speiseplan einer indonesischen Schleichkatze (Civet). Die Kerne werden wieder von dem Tier ausgeschieden. Daraus wurde die Idee geboren, aus diesen Bohnen, die gewissermaßen ein spezielles "Verfahren" durchlaufen haben, einen besonders exquisiten Kaffee zu rösten: "Kopi Luwak". Der Hype um den Katzen-Kacka-Kaffee führte allerdings zur Entstehung entsprechender Farmen, deren Art der Tierhaltung vielfach Kritik hervorrief. Eine Alternative wurde gesucht ...

10. Kaffee aus Elefantendung

Blake Dinkin fand sie nach einer experimentellen Weile im thailändischen Elefanten. Eine Gruppe dieser Tiere frisst, verdaut und entsorgt Kaffeekirschen und ihre Kerne. Daraus entsteht der "Black Ivory Coffee" ("Schwarzes Elfenbein"), der aktuell weltweit teuerste Kaffee. Der Elefant verdaut die Kaffeefrüchte für 15 bis 30 Stunden - eine Art Fermentationsprozess für die Bohnen. Diese werden anschließend gesammelt, gereinigt und geröstet, ehe sie in wenigen exklusiven Etablissements als Edelkaffee ausgeschenkt werden.

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