26.02.2026 von SWYRL
Die EU zieht Konsequenzen aus den zahlreichen Rückrufen von Babynahrung. Strengere Vorschriften betreffen vor allem den Import einer bestimmten Zutat.
Im Januar und Februar gab es mehrere Rückrufe von Babynahrung in Deutschland. Erst rief Nestlé Säuglingsnahrung der Marken Beba und Alfamino zurück, dann musste auch Danone mehrere Aptamil- und Milumil-Produkte aus dem Handel zurückziehen.
Die betroffenen Produkte enthielten möglicherweise Spuren des Giftstoffes Cereulid. Schon in kleinen Mengen kann das Gift zu Übelkeit und Erbrechen führen, Organschäden sind in seltenen Fällen möglich. Nun reagiert die EU und erlässt strengere Importregeln für Arachidonsäure-Öl. Das gab die EU in ihrem Amtsblatt bekannt.
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Das sollten betroffene Eltern tun
Arachidonsäure-Öl aus China darf fortan nur noch in die EU eingeführt werden, wenn vorab ein Test auf Cereulid durchgeführt und per Zertifikat bestätigt wurde. Es ist vorgesehen, dass die Zollbehörden der EU die Hälfte aller Lieferungen aus China prüfen. Das gilt auch für alle Sendungen, die vor dem 24. Februar verschickt wurden. Sie erhalten zusätzlich eine Übergangsfrist bis zum 26. April 2026.
Zuvor hatte die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (Efsa) neue Grenzwerte für Cereulid in Babynahrung festgelegt. Ab sofort dürfen 0,054 Mikrogramm pro Liter Säuglingsnahrung und 0,1 Mikrogramm pro Liter für Folgenahrung. Auf diese Weise können Produkte zukünftig schneller vorsorglich aus dem Handel genommen werden.
Eltern, die betroffene Produkte wie Aptamil Pronutra Pre, Aptamil Profutura DuoAdvance, Milumil AT oder Milumil Pre von Danone oder betroffene Beba- und Alfamino-Produkte gekauft haben, sollten diese nicht mehr an ihre Kinder verfüttern. Die Produkte können in den entsprechenden Verkaufsstellen zurückgegeben werden. Wenn Ihr Kind nach dem Verzehr betroffener Säuglingsnahrung an Durchfall oder Erbrechen leidet, sollten Sie nicht zögern, eine Ärztin oder einen Arzt aufsuchen.


